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Apogon ceramensis


"E-AU 02/05 Mowbray River"
Apogon ceramensis
Apogon ceramensis
Apogon ceramensis
Apogon ceramensis
Apogon ceramensis

Ich konnte Apogon ceramensis Bleeker, 1856 im Oktober 2005 im Mowbray River (Code: E-AU 02/05) im nordwestaustralischen Queensland fangen. Die Tiere standen nachmittags in einer grossen Schule, die aus mindestens 50 Individuen bestand im Uferbereich. Der Verband zeigte innerartlich so gut wie keine Aggression. Die gefangenen Fische hatten ein Mittelmass von 80 mm. Mehrere brutpflegende Maennchen waren innerhalb der Gruppe erkennbar und konnten auch gefangen werden. Es handelt sich um eine euryhaline Art, die sehr gut mit den stark schwankenden Bedingungen eines Brackwasserbiotops zurecht kommt.

Apogon ceramensis “E-AU 02/05 Mowbray River” in der Fotokuevette

Apogon ceramensis ist sicherlich kein Farbwunder. Auch dieses Foto entstand am Fundort in der Kuevette.

Apogon ceramensis kann mit A. lateralis Valenciennes, 1832 verwechselt werden. Beide Arten zeigen eine aehnliche Faerbung. A. lateralis weist allerdings eine wesentlich hoehere Stirnlinie als A. ceramensis auf. Nach Baensch und Patzner (1998) wird A. lateralis in die Untergattung Ostorhinchus gestellt.

A. ceramensis kann ein ausdauernder Pflegling im Aquarium sein, wenn man seine Grundbeduerfnisse erfuellt. Er benoetigt dunkle Unterstaende und kraeftige sowie abwechslungsreiche Fuetterung. Nach der Eingewoehnung soll die Art auch an Trockenfutter gehen. Die Art ist daemmerungsaktiv.

Wie alle Arten der Familie Apogonidae ist auch A. ceramensis ist ein Maulbrueter. Ich gehe davon aus, dass A. ceramensis ein Maulbrueter im maennlichen Geschlecht ist, da ich viele wohlbeleibte Tiere fangen konnte, die ich als Weibchen ansah. Diese Tiere trugen aber niemals Eier im Maul. 

Ein Maennchen entliess seine Nachkommenschaft in der Fotokuevette direkt nach dem Fang. Geschockt durch den Fang kaute er mehrmals den Laich durch und spuckte ihn dann aus. Der Laich hat eine transparente silberne Faerbung. Die Eizahl liegt bei einigen Hundert, wie das Foto belegt. Eine Augenblicke spaeter begannen die Larven zu schluepfen und der Oberflaeche mittels huepfenden Bewegungen zuzustreben (siehe Video).

Das Maennchen kaut, geschockt durch den Fang, den Laich mehrmals durch, bevor er ihn ausspuckt.

Die Eizahl duerfte in die Hunderte gehen, gut erkennbar sind die Augen. Der Schlupf steht unmittelbar bevor.