Apogon hyalosoma


"E-AU 02/05 Mowbray River"
back

 

Apogon hyalosoma “E-AU 02/05 Mowbray River”, aufgenommen direkt nach dem Fang. Das Tier war zu gross fuer meine Fotokuevette.

Apogon hyalosoma E-AU 02/05 Mowbray River
Apogon hyalosoma E-AU 02/05 Mowbray River
Apogon

Bitte lesen Sie meinen Reisebericht Australia 2005

Apogon hyalosoma “E-AU 02/05 Mowbray River” Kopfstudie

Das grosse Tier in der linken Bildmitte ist Apogon hyalosoma “E-AU 02/05 Mowbray River” zuzuordnen. Bei den kleineren Fischen duerfte es sich hauptsaechlich um Apogon ceramensis handeln. 

Meine erste Begegnung mit Apogon hyalosoma Bleeker, 1852 hatte ich am Fundort “E-AU 02/05 Mowbray River” als ich mich dem Gewaesser naeherte. In den beruhigten Randbereichen des landeinwaerts stroemenden Mowbray Rivers konnte man Gruppen von bis zu vier Apogon hyalosoma zwischen groosen Schulen von Apogon ceramensis Bleeker, 1852 im Brackwasser beobachten. Die nachtaktiven Tiere standen am Nachmittag ruhig, ohne Anzeichen von Aggressivitaet, 30 cm unter der Wasseroberflaeche direkt an der Uferbegrenzung. Sie liessen sich relativ einfach erbeuten.

Apogon hyalosoma Bleeker, 1852 laesst sich aufgrund seines grossen schwarzen Schwanzwurzelflecks, der mindestens der Augengroesse des Fisches entspricht, leicht von anderen Apogoniden abgrenzen. Weitere Charakteristka sind die hoch gewoelbte Dorsallinie, ein schwarzer Bereich zwischen dem zweiten und dritten Flossenstrahl in der ersten Dorsale sowie ein schwarzer Fleck am Ende der Afterflossenbasis. Die genannten Identifizierungshilfen sind auf der dargestelllten Abbildung zu erkennen. Nach Horsthemke (2004a) soll Apogon hyalosoma eine Groesse von mindestens 17 cm erreichen. Die von mir im Mowbray River gefangenen Tiere massen alle durchweg 15 cm.

Das tiefgespaltene Maul von Apogon hyalosoma weist auf einen Raeuber hin. Vor allem Fische gleich welcher Art gehoeren in das Nahrungsspektrum. Horsthemke (2004a) hielt vier Exemplare aus dem Bombon-See von der philippinischen Insel Luzon ueber laengere Zeit im Aquarium. Anfaenglich nahmen die Fische nur lebende Futtertiere - Fische, grosse Bachflohkrebse und Insektenlarven - an, nach Eingewoehnung auch Fischfiletstuecke. Es sollen Fische von halber eigener Koerperlaenge verschlungen worden sein. Nach solch einem Happen war die Ventralregion stark ausgebeult und es musste eine Woche lang nicht mehr gefuettert werden. 

Unter Beruecksichtigung von Horsthemke (2004a) ist meine Beobachtung am Biotop wahrscheinlich wie folgt zu beurteilen; am Nachmittag standen die weitaus groesseren Apogon hyalosoma zwischen den Apogon ceramensis (siehe auch Biotopfoto). Da beide Arten als nachtaktive Fische gelten, duerfte es sich hier um ein Refugium fuer den Tagesschlaf handeln. Bei einsetzender Daemmerung duerften die A. hyalosoma in den Schwaermen von A. ceramensis rauben.

Marco Endruweit, 02.02.2006