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Anreise
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Im Vorfeld der Reise habe ich mich mit vielen Kollegen und Freunden ueber die anstehende Erkundung Nordost-Australiens unterhalten und dabei viele gute und gutgemeinte Ratschlaege eingeholt. Da dies fuer mich meine erste Reise auf diesen Kontinent war, hatte ich viele Fragen. U. a. hiess es, dass deutsche Staatsbuerger kein Visum fuer die Einreise nach Australien braeuchten. Man braeuchte schliesslich auch keines fuer die Einreise nach Neu-Seeland. Ich verliess mich darauf und fokussierte mich auf andere wichtige Vorbereitungen. Die Schnorchel- und Angelausruestung sowie das Fotoequippment wurden ueberprueft, zwei Teleskophandkescher wurden beschafft.
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Am Abend vor Antritt der Fahrt traf es mich wie einen Schlag; ich hatte keine Bestaetigung fuer die visumsfreie Einreise nach Australien. Ein schneller Blick auf die Website der deutschen Botschaft brachte Ernuechterung; es besteht eine Visumspflicht, auch fuer deutsche Staatsbuerger. Gott sei Dank, war es moeglich nach ein Paar Links ein Visum (Multi-Entry, drei Monate gueltig) online fuer 10 € Bearbeitungsgebuehr zu beantragen. Hier hiess es allerdings, dass die Freischaltung fuer die Australien ansteuernden Airlines knapp 24 Stunden dauerte.
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Danach sei das Visum fuer die Airline im Computersystem sichtbar. Mein Boarding in Tokyo fuer den Anschlussflug nach Cairns in Queensland sollte aber schon in rund 20 Stunden sein.
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Mit einem unguten Gefuehl im Bauch bestieg ich die Zubringerfluege aus dem Nordosten Chinas, wo icg derzeit lebe ueber Dalian/China nach Tokyo-Narita. Hier musste ich erneut am Schalter der Japan Airlines einchecken. Im ersten Anlauf fand die nette Dame von Japan Airlines meinen Namen nicht auf der Visumsuebersicht. Hatte die Zeit nicht gereicht, um mein Einreisevisum freizuschalten? Die Dame zog ihre Vorgesetzen hinzu und siehe da, man hatte beim Buchen des Tickets lediglich meinen Vor- und Nachnamen verwechselt. Das Visum war also im System - nach nur 20 Stunden!
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Ich hatte einen Nachtflug mit den fliegenden Kanguruhs von Quantas, die im Auftrage von Japan Airlines diesen Flug durchfuehrten. Der Service an Bord war erstklassig, so dass ich am naechsten Morgen entspannt in Cairns in Queensland landete.
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Fantastische Brackwasserbiotope
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Der erste Tag meiner Fangreise fuehrte mich noerdlich von Cairns an die Kueste des Pazifischen Ozeans. Einer Empfehlung eines einheimischen Anglers folgend fuhr ich an die Oak Beach. Dort sollte es kleine, farbenpraechtige Fische geben, die nicht “angelwuerdig” sind - so seine Auskunft. Die Oak Beach entpuppte sich als Ferienparadies fuer gut situierte Aussies, die hier ihr Wochenendhaus haben.
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Brackwasserhabitat Oak Beach
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Abseits der Wohnanlage eroeffnet sich der Blick auf das freie Meer mit davor liegenden Lagunen. Diese Lagunen sind durch Sandduenen vom offenen Meer getrennt, teilweise besitzen sie einen steten Abfluss ins Meer. An der Oak Beach befischte ich zwei Brackwasserlagunen, beide liegen noerdlich der Wohnanlage, besitzen einen sandigen Bodengrund und sind von Mangroven gesaeumt. Die auffaelligsten Fische in diesen Lagunen waren Aehrenfischaehnliche, Unterordnung Atherinoidea, die - haeufig zu zweit - durch das Oberflaechenwasser stoben, sobald ich mich dem Gewaesser naeherte. Dabei leuchteten ihre stark kontrastierenden gelb-schwarzen Brustflossen herrlich und zogen meine Blicke auf sich. Leider blieb es mir vergoennt die ca. 10 cm grossen Fische zu fangen, da ihre Fluchtdistanz zu gross war. Daher kann ich keine Aussage zu ihrer Artzugehoerigkeit machen.
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Periophthalmus-Biotop Oak Beach
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Als ich mich dem Gewaesser naeherte, sprangen Schlammspringer der Art Periophthalmus argentilineatus zur Seite. Die possierlichen Grundeln zeigten eine erstaunliche Zutraulichkeit und damit verbunden eine geringe Fluchtdistanz, die bei weniger als einen halben Meter lag. Wurde diese unterschritten, fleuchteten die Tierchen in bemerkenswerter Schnelle und Behendigkeit ueber den Landweg oder auch eine kurze Distanz ueber das Flachwasser. Ziel war immer das Luftwurzellabyrinth des Mangrovensaumes.
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Bei Gefahr flohen die Schlammspringer zwischen die Luftwurzeln der Mangroven
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Schlammspringer bewegen sich auf dem Trockenen laufend fort. Dazu benutzen sie ihre Brustflossen wie Extremitaeten. Der Anblick krabbelnder Schlammspringer ist aeusserst drollig und hat mich mehrere Stunden gefesselt.
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Periophthalmus argentilineatus “E-AU 01/05 Oak Beach” beim Erklettern einer Mangrovenwurzel
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Die Periophthalmus leben am Oak Beach neben den beschriebenen Aehrenfischartigen sympatrisch mit Barschartigen, die ich leider auch nicht fangen konnte. Die Tiere zeigten ein unscheinbares Erscheinungsbild und liessen sich von mir nicht zum Fang ueberreden. Alle drei genannten Fischarten leben in beiden befischten Lagunen. Die beschriebenen Barschartigen sowie die Schlammspringer waren durchaus haeufig.
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Mowbray River
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Noch am selben Tag machte ich mich auf zum Mowbray River und verbrachte meinen Nachmittag an diesem Brackwasser-Biotop, den ich mit dem Code E-AU 02/05 belegt habe.
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Ich fuhr die ehemalige, nun stillgelegte Strecke, die an einer abgerissenen Bruecke ueber den Mowbray River endet. Von den Brueckenrudimenten fischten Einheimischen. Sie hatten es hauptsaechlich auf die wohl schmeckenden Mudcrabs abgesehen, die mit einer provisorischen Reuse ueberlistet werden sollten. In der Mitte der Reuse befand sich ein aufgespanntes Huehnerskelett, um die Krabben anzulocken. Nach dem Absenken der Krabbenfalle, wurde der Angelkoeder ausgeworfen - King Prawns, die an jeder Tankstelle in Queensland erhaeltlich sind. Hierbei handelte es sich wahrscheinlich, wie fast ueberall auf der Welt, um farmgezuechtete Macrobrachium rosenbergii.
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Am Mowbray River liess ich den Tag mit der Angelrute in der Hand ausklingen
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Als ich meine Kamera in der Landschaft schwenkte, entdeckte ich mein erstes und einziges Krokodil waehrend der gesamten Reisedauer. Es schwamm ohne Hast in fuer mich beruhigender Entfernung auf dem Mowbray River. Es handelte sich um ein rund drei Meter langes Exemplar des Salzwasserkrokodils Crocodylus porosus, im Aussie-Sprachgebrauch Salty genannt. Sie sollen in der Lage sein, bis zu zwei Meter aus dem Wasser herauszuspringen und ein Jahr von den Fettreserven zu zehren. Ihre Beute jagen sie nicht unter Wasser, sondern hauptsaechlich an Flussufern. Das Salzwasserkrokodil ist das mit Abstand gefaehrlichste Tier auf dem australischen Kontinent - auch der Mensch befindet sich auf der Speisekarte.
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Abgesehen vom Salty, das mir beachtlich Respekt einfloeste, konnte ich von den Brueckenrudimenten im Oberflaechenwasser alte Bekannte ausmachen; eine der vier in Australien heimischen Schuetzenfischarten, Toxotes lorentzi, T. oligolepis, T. kimberleyensis oder der gewoehnliche T. chatareus tumelte sich im lockeren Trupp von vier oder fuenf Fischen in den Brackwasserfluten. Ebenfalls hielten sich vereinzelt die imposanten, bis zu 40 cm grossen Halbschnaebler Arrhamphus sclerolepis sclerolepis aus der Familie Hemirhamphidae an der Oberflaeche auf. Dieser Halbschnaebler bewohnt die Kuesten Queenslands und geht mit jeder Flut in die Suesswasserstroeme. Zur Zeit meines Aufenthaltes am Mowbray River stieg die Flut - die Aussies sprachen von einem Inlandstream. Dem Inlandstream folgend migrieren viele Salzwasserarten in die Fluesse.
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Die Augen der Larven waren in den Eiern sehr gut zu erkennen. Innerhalb einer Minute schluepften die Larven in der Kuevette, wie auf dem Video zu sehen ist.
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So konnte ich im Verlauf des Abends Lethrinus erythropterus, der zu den Emperors - Familie Lethrinidae - zaehlt, Lutjanus russelli (Englische Bezeichnung: Moses Perch), Neopomacentrus bankieri sowie zwei Arten aus der Familie Apogonidae; Apogon hyalosoma und A. ceramensis. All diese Arten sind mit der steigenden Flut in den Mowbray River gewandert.
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Apogon ceramensis migriert mit der steigenden Flut in den Mowbray River. Die Art bildet mit Apogon hyalosoma grosse Schulen an den stroemungsarmen Flussraendern.
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Beide Mitglieder der Familie Apogonidae sind paternale Maulbrueter, d.h. die maennlichen Tiere betreiben Maulbrutpflege. Ein Maennchen von Apogon ceramensis entliess in der Fotokuevette seine Nachkommenschaft.
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Juvenile Neopomacentrus bankieri hielten sich im kleinen Trupps von vier bis acht Fischen auf.
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Als staendige Bewohner dieses Brackwasserbiotops konnte ich ausserdem die schon von der Oak Beach bekannten Schlammspringer der Art Periophthalmus argentilineatus sowie Silberflossenblaetter, Monodactylus argenteus, nachweisen.
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Abseits der Brueckenpfeiler konnte ich im Flachwasser zwischen groesseren Steinbrocken zwei huebsche Grundelarten bei Revierverteidigung und Nahrungsaufnahme beobachten. Hierbei handelte es sich um Exyrias puntang und Acentrogobius balteatus, bekannt unter der deutschen Bezeichnung Vaimosagrundel.
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Monodactylus argenteus bissen auf “King Prawn”
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Lake Tinaroo
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Die sandigen und zum Teil mit Gras bewachsenen Ufer des Lake Tinaroo im Atherton Tableland laden zum Ausruhen, Campen und vor allem Fischen ein. Der beliebteste Sportfisch Australiens, der nicht nur wegen seiner aktiven Drill-Performance inklusive Spruengen aus dem Wasser, sondern auch wegen seines hervorragend schmeckenden Fleisches ueber die Grenzen des Kontinents bekannt ist, der Barramundi, Lates calcarifer, kann am Lake Tinaroo ganzjaehrig nach Einholen einer Fischereierlaubnis gefischt werden. Das Mindestmass liegt bei 58 cm, die maximale Stueckzahl bei 5 Barramundis pro Angler. Der Barramundi-Weltrekord wurde mit 38,75 kg hier am Lake Tinaroo eingestellt.
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Neben den Barramundis sind Redclaw Crayfish (Rotzangen-Krebse) sehr schmackhaft. Sie duerfen am Lake Tinaroo ohne Groessenbeschraenkung gefangen werden. 40 Krebse pro Tag und Fischer duerfen mitgenommen werden. Eiertragende weibliche Tiere muessen zurueckgesetzt werden. Fuer das Fischen auf Krebse ist muss keine Erlaubnis eingeholt werden. Der beste Koeder fuer die Redclaws soll Katzenfutter aus der Dose sein.
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Ornithologisch interessierte sollten mit rund 350 Vogelarten am Lake Tinaroo ebenfalls auf ihre Kosten kommen.
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Acentrogobius balteatus duerfte jeden Grundelinteressierten begeistern
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Mossman River
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Noerdlich vom Provinzstaedtchen Mossman, welches durch die ruhige Gangart seiner 1770 Einwohner und stimulierende Wildwestromantik bezaubert, fliesst der Mossman River im einem breiten Flussbett. Folgt man dem Cook Highway ueberquert man unweigerlich den Fluss. Anfang Oktober 2005 war der Wasserstand mit durchschnittlich 15 cm sehr gering. Tiefere Abschnitte mit vielleicht einem halben Meter bildeten Kolke. Der Bodengrund bestand aus Kies mit einer Koernung von 2 bis 5 mm, ueber den Wasser mit einer mittleren Geschwindigkeit floss. Im Bachbett konnte ich bodengebundene Fische, wahrscheinlich Grundeln ausmachen, derer ich leider nicht habhaft werden konnte.
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Der Mossman River machte einen friedlichen, idyllischen Eindruck
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Nachdem ich die Grundeln nicht fangen konnte, suchte ich nach einem geeignetem Fangplatz, an dem ich eher Aussicht auf Erfolg erwartete. An der Anichs Bridge traf ich auf einen stillen Seitenarm des Mossmans. Nach naeherer Untersuchung des Gewaessers erklaerte ich es fuer “krokodilsicher” und begab ich mich in das huefttiefe Wasser. Der Boden war feinsandig und leicht schlammig, so dass jeder Schritt Sediment und Schlamm aufwuehlte. Der Seitenarm war stellenweise dicht mit einer Art Laichkraut bewachsen. Schon vom Ufer konnte ich Fische in aquarientauglicher Groesse ausmachen. Die flinken, schwimmgewandten Australier konnte ich nach dem Fang als Melanotaenia fluviatilis identifizieren.
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Mossman Gorge
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Der im Daintree National Park gelegene Mossmann Gorge ist ein Muss fuer jeden Suesswasseraquarianer. Mannhohe, uebergrosse Granitbloecke liegen im Wasser und laden zum Relaxen ein, waehrend man Trupps von Kuhlia rupestris, den Jungle Perch ohne Scheu vorbeiziehen sieht. Der Mossman Gorge bildet einen herrlichen Swimming Pool in einer Kaskade von kleineren und mittelgrossen Wasserfaellen. Mit der Taucherbrille lassen sich im glasklaren, wenn auch kuehlen Wasser faszinierende Beobachtungen machen; zwischen den Steinbloecken huschen clariasartige Welse der Art Tandanus tandanus nahrungsuchend hin und her. Naehert man sich ihnen zu nah, verschwinden sie mit rasanter Geschwindigkeit in den Steinspalten. Huebsche, knapp 20 cm lange Grundeln, die ich leider nicht bestimmen konnte, waren weniger scheu und liessen mich naeher herankommen, bevor sie reisaus nahmen. In den Randbereichen imponierten Maennchen von Pseudomugil spec. aff. signifer vor den Weibchen. Die Weibchen bilden kleinere, lose Schwaerme von 4 bis 8 Tieren und durchstreifen das Flachwasser. Naehert sich der Trupp einem Maennchen-Revier, werden die laichbereiten Weibchen umgehend angebalzt.
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Mossman Gorge - Ein riesiges Aquarium, ein Muss fuer jeden Aquarianer mit Taucherbrille
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KuKu Yalanji Dreamtime Walks
Rund 90 km noerdlich von Cairns und knapp einen Kilometer unterhalb Mossman Gorge angeblich echte Rainforest People (Regenwaldbewohner) von den KuKu Yalanji zu einer Fuehrung durch einen “unberuehrten” Regenwald ein. Dieser liegt in einem Abschnitt des Daintree Nationalparks, der als urspruenglich gilt, was aber nicht viel heissen soll, bei taeglich vier Fuehrungen. “Die Fuehrungen duerfen nur durch Aboriginees auf ausgetretenden Pfaden durchgefuehrt werden” wurde unserer neun koepfigen Gruppe anfangs versichert. Nach einer Viertelstunde ueberholte uns eine Gruppe Japaner. Asiaten haben es immer eilig! Ich wusste nicht, dass es auch asiatische Aboriginees gibt, die dazu perfekt japanisch sprechen.
Unsere Fuehrer waren zwei Aboriginees vom Stamm der KuKu Yalanji, angeblich zwei Cousins, von denen der Redegewandtere den Kopf darstellte. Allerdings wirkte er auf mich eher hilflos und verloren und schien sich nach seinem Sofa und einer kuehlen Flasche Bier zu sehnen. Seine permanenten Anmerkungen zu der schwierigen Lage seines Stammes und der anderen Aboriginee-Staemme deutete ich als Rufe nach einem ueppigen Trinkgeld. Die ebenfalls an der Fuehrung teilnehmenden Amerikaner liessen sich nicht lumpen und gaben ordentlich TIPs.
Die gruene Baumameise Oecophylla smaragdina tritt haeufig in dieser Region auf. Die Farbkombination ist beeindruckend.
Dieser Pflanzenstrang wurde frueher von den Aboriginees als Angelhaken verwendet. Die dunkel gefaerbten Spitzen sind sehr spitz and scharf. Man kann sich leicht die Finger verletzen.
Dieses “Blatt” musste “wandeln”, um das Taschengeld der australischen Ureinwohner aufzubessern
Als traurigen Hoehepunkt unser “Reise” durch den Regenwald praesentierten uns unsere Fuehrer ein Wandelndes Blatt, das wie inszeniert exponiert auf einen Granitblock sass. Dass der Steinblock mitten auf dem Pfad lag, war reiner Zufall.
Aboriginee-Hoehlenmalerei. Die verwendeten Farben sind nicht wasserfest. Es stellt sich die Frage nach dem Alter der Zeichnung.
Ich war froh als unser Trip sein Ende fand. Bei mir jedenfalls kam kein echtes “Humboldt-Gefuehl” auf. Wahrscheinlich hatte ich nur zu viel erwartet.
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Jordan Crossing
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Jordan Crossing ist eine Bezeichnung fuer eine Ueberfuehrung ueber einen Zufluss zum Mossman River. Die exakte Bezeichnung fuer den Creek konnte ich leider nicht in Erfahrung bringen. In nordwestlicher Richtung von Mossman, vorbei an zahllosen Zuckerrohrplantagen, trifft man auf die Jordan Crossing, die somit etwas versteckt und abseits des stark befahrenen Cook Highways liegt. Durch die beachtliche Stroemung am Biotop hoert man ausser dem rauschendem Wassers kein weiteres Geraeusch. Ich hielt mich den Rest des Tages hier auf und genoss die Ruhe.
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Jordan Crossing - Biotopnummer: E-AU 05/05
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Von Zeit zu Zeit watete ich durch das maximal 50 cm tiefe Wasser und versuchte mit meinem Rahmenkescher zu fischen. Immer wieder entwischten die flinken kleinen Kerlchen, die ich als Pseudomugil-Art identifizierte, gegen die Stroemung. Das Wasser bot einen hohen Widerstand, so dass es mir nicht moeglich war, den Fischen zu folgen. Die einzige Alternative war, moeglichst nahe am Ufer zu fischen und so die Fische in die Enge zu treiben. Nach zwei Stunden anstrengender Fischerei konnte ich rund 20 Exemplare erbeuten, darunter auch Adulti.
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Alle gefangenen Tiere sind einer Art zuzuordnen; der Habitus entspricht einer Pseudomugil-Spezies und duerfte der Pseudomugil signifer sehr nahe stehen. In der aquaristischen Literatur werden die am Jordan Crossings gefangenen Fische als Pseudomugil signifer “Cairns Form” bezeichnet. Allerdings weicht der Phaenotypus von P. signifer ab, so dass ich hier die Bezeichnung Pseudomugil sp. aff. signifer vorziehe. Es handelt sich m. E. um eine in der Aquaristik bekannte, aber dennoch unbeschriebene Art aus dem Artenkomplex rund um Pseudomugil signifer.
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Pseudomugil-Arten werden von den Aussies als Blue-Eyes bezeichnet. Die tuerkisblaue Faerbung der Augeniris verblasst in Stresssituationen, so dass die abgebildeten Fotos die huebsche Zeichnung nicht zeigen. Unterwasser zeigt diese Art dasselbe Sozialverhalten wie im Mossman Gorge beobachtet.
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Daintree National Park
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Der Daintree National Park liegt 80 km noerdlich von Cairns in Queensland und gehoert zu den wichtigsten Oekosystemen in Australien. Im Gegensatz zu den Wuestenlandschaften Zentralaustraliens findet man hier subtropische bis tropische Lebensbedingungen fuer Flora und Fauna vor. Der Daintree National Park umfasst bergige Areale sowie Hochplateaus zwischen den Bergen Mount Carbine und Mount Windsor. An diesen Bergen regnen sich die wasserbeladenen Wolken ab, so dass ueberdurchschnittliche Niederschlagsmengen die ueppige Vegetation gedeihen lassen. Das bergige Terrain ist von zahllosen Creeks durchschnitten, die ihre Fracht in den Mossman River und Daintree River entwaessern. Der National Park ist in unterschiedliche teilweise nicht zusammenhaengende Sektionen gegliedert, die groesste Sektion umreisst etwa 55.ooo Hektar und schliesst die sehenswerte Muendung des Daintree Rivers und Cape Tribulation ein. In den entlegenen und partiell unberuehrten Waeldern rund um den Daintree River werden auch heute noch unbeschriebene Tier- und Pflanzenarten entdeckt.
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Um in den Cape Tribulation Sektor des Daintree National Parks zu gelangen, muss man den Daintree River mittels einer offenen Autofaehre ueberqueren. Diese pendelt halbstuendlich zwischen dem Sued- und dem Nordufer. Die geschaetzte Distanz zwischen den beiden Flussufern betraegt 300 m. Leider darf man waehrend der Ueberfahrt das Fahrzeug nicht verlassen. Am Noerdlichen Flussufer angekommen wandelt sich die Vegetation erheblich. Man realisiert sofort die enorme Biodiversitaet der Flora, die hier vor Einschlag geschuetzt ist. Knapp 5 km hintzer der Anlagestelle der Flussfaehre liegen linksseitig Schlafplaetze von Flughunden der Gattung Pteropus. Die Geraeuschkulisse gleicht allerdings alles andere als einem Schlafsaal; die Flughunde machten lauten Krach bei der Verteidigung und Eroberung der besten Schlafplaetze.
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Einer der Hoehepunkte einer Reise nach Queensland sollte das Cape Tribulation sein. Hier enden die befestigten Pisten; eine Weiterfahrt ist nur mit 4WD-Fahrzeugen moeglich. Daher ist fuer die meisten Touristen das Cape Tribulation die noerdlichste Spitze ihrer Erkundungstour durch das tropische Queensland, zumal es weiter suedlich ebenso viel zu entdecken gilt. Als ich am Cape Tribulation eintraf war es bereits spaeter Abend. Ich befuhr den leeren Parkplatz vor dem Cape, als ich ein kleines Kaenguruh im Scheinwerferlicht davonhoppeln sah. Davon beeindruckt nahm ich meine Taschenlampe und suchte den Weg zum Strand, wollte ich doch wenigstens einmal das Meer rauschen hoeren, bevor ich einschlief. Ich fand einem kleinen Pfad, der wohl als Zugang zum Meer dient. Poetzlich erhebt sich direkt vor mir eine riesige Kroete (auf den Hinterbeinen stehend 30 cm hoch), als wolle sie mir sagen; bis hierher und nicht weiter - beeindruckend. Leider hatte ich meine Kamera nicht dabei. Nach rund 50 m erreichte ich die Bucht. Kein Mensch weit und breit, das Meer rauschte, der feine Sand drueckte sich durch meine Zehen. Jetzt konnte ich gut schlafen!
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Muendung des maechtigen Daintree Rivers in den Ozean
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Flughunde der Gattung Pteropus beim Mittagsschlaf
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Das Cape Tribulation im Daintree NP
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Cooper Creek
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Da ich gegen Ende der Trockenzeit Anfang Oktober Australien besuchte, waren fast 80% der kleineren Creeks vollstaendig ausgetrocknet, Creeks mit groesseren Wassermassen waren auf ein Bruchteil zusammengeschrupft. Fuer den Fischfang war dieser Zustand auesserst entgegenkommend, da sich viele Fische in den schmalen Flusslaeufen tummelten. Ausserdem waren viele Strassen befahrbar, die zur Regenzeit unpassierbar sind. Somit ist Anfang Oktober eine vorzueglich gewaehlte Reisezeit, will man in den Suesswassercreeks fischen.
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Eine weitere Fundortvariante von Pseudomugil spec. aff. signifer, deren Maennchen mehr Rottoene in der zweiten Dorsale und in der Caudale besitzen. Die gefangenen Tiere bekamen das Fundortkuerzel “E-AU 06/05 Cooper Creek”. Wie auch bei Pseudomugil spec. aff. signifer “E-AU 05/05 Jordan Crossing” bestechen die Tiere im maennlichen Geschlecht durch ein extrem langes Flossenfilament in der ersten Dorsale und Anale. Pseudomugil spec. aff. signifer “E-AU 06/05 Cooper Creek” lebten syntop mit Kuhlia rupestris. Weitere Arten konnte ich nicht fangen.
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Reef-Fishing in Cooktown
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Jeder Queenslandreisende sollte einen Abstecher nach Cooktown machen. Cooktown wirbt mit dem Slogan “getting there is half the fun”. Das kann ich voll und ganz bestaetigen; ich waehlte die Strecke im Landesinneren nach Cooktown, teilweise befestigt, teilweise reine Sandpiste, auf die entgegenkommende Roadtrains (ein LKW mit zwei Anhaengern) zu einer echten Mutprobe werden. Voellig unbeeindruckt preschen die gewaltigen Stahlkolosse eine Wand aus Sand und Steinen dem mutigen Autofahrer entgegen, der es wagt ihnen zu begegnen. Wegen der schlechten Wegverhaeltnisse, sollte die Passage tagsueber zurueckgelegt werden. So kann man - wird man nicht gerade von einem Roadtrain eingenebelt - waehrend der Anreise Kaenguruhs, meterhohe Termitenhuegel en mass und mit etwas Glueck auch Warane am Strassenrand beobachten.
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Die Alternativstrecke fuehrt am Cape Tribulation vorbei - die Kueste entlang - und ist mit seinem tropisch bewachsenen, huegeligen Terrain sicherlich nicht weniger spektakulaer. Hier warten u. a. Cassowaries (Helm-Kasuare) und Baumkaengurahs auf ihre Entdeckung. Bei meiner naechsten Reise nach Queensland werde ich diese Route nehmen. Fuer beide Strecken ist ein Allradfahrzeug (4WD) angeraten.
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Cooktown liegt in einer fantastischen Landschaft - zwischen dem Mount Cook und der Muendung des Endeavour Rivers. Nachdem James Cook am 17. Juni 1770 in verzweifelter Suche nach einem schuetzenden Hafen die HM Bark Endeavour an der Muendung dieses Flusses strandete, benannte er diesen nach seinem Schiff.
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Vorsicht ist beim Schwimmen in Cooktown geboten. Der Endeavour River beherrbergt eine hohe Population an Salzwasserkrokodilen, die fuer ihre Uebergriffe auf Menschen beruechtigt sind. De facto sieht man in Cooktown erstaunlich viele Hunde mit drei Beinen.
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Nach einem Tag Aufenthalt in Cooktown nahm ich an einem Rifffischen (Reef-Fishing) teil. Neben mir waren nur zwei weitere Angler und der Skipper an Bord, so dass wir auf der 10 m langen Segelyacht ausreichend Platz vorfanden. Als Koeder verwendeten wir die schon bekannten King Prawns, Tintenfisch oder kleine Koederfische aus der Tiefkuehltruhe.
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Die Bissfrequenz war atemberaubend, die Artenvielfalt ebenso. An unterschiedlichen Fangplaetzen fischten wir u. a. folgende Arten: Epinephelus tukula, E. howlandi, Plectropomus maculatus, Monotaxis grandoculis, Caesio teres, Lutjanus kasmira und L. sebae
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Als besonderes Schmankerl fischten wir zuletzt an der Snake Pit (Schlangengrube), die Ihrem Namen alle Ehre machte. Kurz bevor wir die Heimfahrt antraten, kam eine Seeschlange zum Atmen an die Wasseroberflaeche. Die grau-schwarz geringelte Seeschlange verweilte kurz an der Oberflaeche, um dann wieder in die Tiefe zu schlaengeln.
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Plectropomus maculatus
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Trevethan Creek
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Auch der an der State Route 81 gelegene Trevethan Creek fuehrte wenig Wasser. Etwas oberhalb der Bob & Jenny Scott Bridge hielt ich die Fangbedingungen fuer ideal; kein weit auslaufendes Sandufer, sondern ein steiles Uferprofil.
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Trevethan Creek - Biotopnummer: “E-AU 07/05”
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Im Flachwasser konnte ich die mir bereits bekannten Regenbogenfsiche aus der Gattung Pseudomugil erspaehen. Nach ein paar Kescherzuegen - mit optimierter Netzfuehrung - zappelte die Meute in den Maschen; zwei junge Maennchen einer herrlich rot schimmernden Farbnuance von Pseudomugil sp. aff. signifer. Hochmotiviert fischte ich weiter.
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Selbst nach einer Stunde intensiven Fischens konnte ich kein adultes Maennchen fangen. Daher zeigen die in der Fotokuevette gemachten Farbfotos lediglich juvenile Tiere.
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Maennchen von Melanotaenia splendida splendida “E-AU 07/05 Trevethan Creek”. Sofort nach dem Fang verblassen die herrlichen Farben der Regenbogenfische. Dieses Foto gibt nur einen Bruchteil der urspuenglichen Faerbung wieder; der Kiemendeckelfleck war tieforange, der Lateralstreifen kraeftig schwarz.
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McLeod River
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Ebenfalls an der State Route 81, suedlich vom Trevethan Creek, liegt der McLeod River. Der Name deutet schon auf die groesseren Wassermassen hin. So war es denn auch. Der McLeod River fuehrte weitaus mehr Wasser. Dennoch hatte auch hier die Trockenzeit ihre Spuren hinterlassen; das Bachbett war grossflaechig ausgetrocknet. Das hatte den Vorteil, dass ich mit meinem Wagen in das Bachbett bis an das durch Falllaubeinlagerungen leicht braenliche Wasser fahren konnte.
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Erst nach mehreren Minuten intensiver Beobachtung am Biotop konnte ich in einem knapp einem Meter tiefen Kolk groessere Fische ausmachen. In den Randbereichen des Kolkes hielten sich Melanotaenia in grossen Schwaermen auf. Diese Schwaerme wiesen eine hohe Individuendichte auf. Ich schaetzte die Anzahl an Tieren innerhalb eines Schwarmes auf 40 Tiere. Die Faenge zeigten, dass sich die Schwaerme aus zwei unterschiedlichen Spezies zusammensetzten; Melanotaenia duboulayi und M. fluviatilis. Vor allem M. duboulayi stach durch den ausgepraegten Lateralstreifen ins Auge.
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Millstream
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Direkt an der Einfahrt in den Millstream National Park, an der National Route 1 gelegen, konnte ich im Millstream fischen. Dieser Biotop zeichnet sich durch riesige schwarze Steinbloecke aus. Diese heizen sich in der Mittagssonne auf und bieten wechselwarmen Reptilien einen ausgezeichneten Platz, um Sonne zu tanken. So kam es, dass ich einen vielleicht einen Meter langen Waran auf einen dieser Bloecke beobachten konnte, bevor er mich entdeckte und Deckung suchte. Durch die Steinbloecke und den sich hindurch schlaengelnden Millstream wirkt das Gesamtbild dieses Biotops aeusserst imposant. Die Stroemung ist je nach Flussbreite hoch bis gering.
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E-AU 09/05 Millstream
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Murray River
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Folgt man der National Route 1 in Richtung Sueden trifft man unweigerlich auf den Murray River. Hier fliesst das kristallklare Wasser mit maessiger Stroemung ueber einen feinen Sandboden mit 2-5 mm Koernung. Hier und da sammeln sich Falllaubablagerungen an, in denen sich Glasgarnelen tummeln. Auf den ueberstroemten, freien Sandflaechen konnte ich Grundeln der Art Hypseleotris klunzingeri fangen.
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E-AU 10/05 Murray River
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Pseudomugil spec. aff. signifer hielt sich im staerker stroemenden Flachwasser auf und war nicht einfach zu fangen. Auffaellig ist die gelb gefaerbte Kehlregion im maennlichen Geschlecht. Dadurch laesst sich diese Populationen eindeutig von anderen unterscheiden. Ausserdem scheint bei den Weibchen dieser Population der Lateralstrich staerker kupferfarben ausgepaegt zu sein.
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Wie in allen bisherigen Regenfischbiotopen hielten sich Melanotaenia wiederum in den tieferen Kolken auf. Am Murray River waren die Kolke knappe 80 cm tief und im Durchmesser bis zu 2 m breit. Hier stand Melanotaenia splendida inornata in kleinen Schwaermen - bestehend aus 8-20 Tieren. Melanotaenia und Pseudomugil waren an diesem Biotop nicht haeufig.
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Melanotaenia splendida inornata “E-AU 10/05 Murray River”
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Five Mile Creek
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Als letzten Fundort dieser Reise moechte ich den Five Mile Creek erwaehnen. Er fungiert an Nachmittagen oder am Wochenende als Erholungsstaette fuer die gestresste Dorfjugend. Moechte man waehrend des Schnorchelns nicht AC/DC hoeren, sondern sich von der Natur verzaubern lassen, sollte man den Five Mile Creek unter der Woche, wenn moeglich an einem Vormittag, aufsuchen. Hier laesst sich in dem 2,5 m tiefen Wasser nach Herzenslust schorcheln.
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In den tieferen Gefilden sieht man Pulks von Kuhlia rupestris umherstreifen, hin und wieder huscht Tandanus tandanus von einem Versteck ins naechste. In den flachen Randbereichen kann man herrlich hochrueckigen Melanotaenia splendida splendida Maennchen bei der Balz zuschauen. Die hier lebende Population wird im maennlichen Geschlecht bis zu 15 cm lanf, besitzt eine gelbe Anale, waehrend die Caudale blau-rot gezeichnet ist. Dauz konstrastiert der breite, schwarze Lateralstreifen. Ebenfalls kann man mit etwas Geduld Notesthes robusta beobachten.
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Fundort-Uebersicht
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E-AU 01/05 Oak Beach
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Oak Beach, Queensland, Australien
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Brackwasser-Lagunen
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Periophthalmus argentilineatus
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E-AU 02/05 Mowbray River
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Mowbray River, Queensland, Australien
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Brackwasser, Inlandstream bedingt durch steigende Flut
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Acentrogobius balteatus, Apogon ceramensis, Apogon hyalosoma, Arrhamphus sclerolepis sclerolepis, Exyrias puntang, Lethrinus erythropterus, Lutjanus russelli, Monodactylus argenteus, Neopomacentrus bankieri, Periophthalmus argentilineatus, Toxotes sp., Mudcrabs
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E-AU 03/05 Anichs Bridge
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Anichs Bridge, Mossman River, Queensland, Australien
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Suesswasser, stiller Seitenarm des Mossman Rivers
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Melanotaenia fluviatilis
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E-AU 04/05 Mossman Gorge
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Mossman Gorge, Mossman River, Queensland, Australien
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Suesswasser, Reihe von Wasserfaellen stauen sich zu grossen Reservoirs auf, mannhohe Felsbrocken laden zum Ausruhen ein. Schnorcheln empfehlenswert
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Kuhlia rupestris, Pseudomugil spec. aff. signifer, Tandanus tandanus
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E-AU 05/05 Jordan Crossing
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Jordan Crossing, Mossman River, Queensland, Australien
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Suesswasser, Zufluss zum Mossmann RIver, mittlere bis starke Stroemung, Kiesbett mit groesseren Steinbrocken
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Pseudomugil spec. aff. signifer
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E-AU 06/05 Cooper Creek
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Cooper Creek, Daintree National Park, Queensland, Australien
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Suesswasser, mittlere Stroemung
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Kuhlia rupestris, Pseudomugil spec. aff. signifer
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E-AU 07/05 Trevethan Creek
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Trevethan Creek, Bob & Jenny Scott Bridge, Queensland, Australien
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Suesswasser, sehr geringe Stroemung
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Melanotaenia splendida splendida, Pseudomugil spec. aff. signifer
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E-AU 08/05 McLeod River
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McLeod River, Queensland, Australien
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Suesswasser, geringe Stroemung
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Melanotaenia duboulayi, M. fluviatilis
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E-AU 09/05 Millstream
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Millstream, Queensland, Australien
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Suesswasser, hohe bis geringe Stroemung
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Melanotaenia duboulayi, Aponogeton bullosus
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E-AU 10/05 Murray River
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Murray River, Queensland, Australien
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Suesswasser, maessige Stroemung
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Hypseleotris klunzingeri, Melanotaenia splendida inornata, Pseudomugil spec. aff. signifer, Glasgarnelen
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E-AU 11/05 Five Mile Creek
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Five Mile Creek, Queensland, Australien
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Suesswasser, fast stehendes Gewaesser, Schnorchelmoeglichkeit
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Kuhlia rupestris, Melanotaenia splendida splendida, Notesthes robusta, Tandanus tandanus
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© Copyright 2004 Marco Endruweit
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