
Waehrend meiner Australienfangreise im Oktober 2005 konnte ich im Murray River die abgebildete Schlaefergrundel, Familie Eleotridae, fangen. Die Tiere massen zwischen 45 mm und 55 mm Totallaenge (Standardlaenge + Caudale) und waren ueber Sandboden aufgrund Ihrer Faerbung schwer auszumachen. Sie hielten sich hauptsaechlich direkt ueber dem Substrat auf. Der maessig stroemende, rund 5 m breite Fluss hatte gegen Ende der Trockenzeit in den Bereichen, wo sich die Schlaefergrundeln aufhielten, eine maximale Tiefe von 30 cm. Mit Ausnahme von unregelmaessig eingelagerten, totem Astgeflecht der herueberhaengenden Baeume, gab es so gut wie keine Deckung. Die Grundeln hielten untereinander einen Individualabstand von ca. 50 cm.
Obwohl ich mir bei der taxonomischen Zuordnung dieser Art nicht absolut sicher bin, moechte ich die abgebildete Art als Hypseleotris klunzingeri (Ogilby, 1898) ansprechen. Es koennte sich auch um H. modestus handeln. Beide Arten umfassen mehrere Lokalvarianten mit jeweils eigenem Erscheinungsbild.
Im Murray River - Biotopbezeichnung: E-AU 10/05 - konnte ich neben Hypseleotris klunzingeri folgende sympatrisch lebende Arten fangen: Melanotaenia splendida inornata, Pseudomugil spec. aff. signifer und Glasgarnelen einer mir nicht bekannten Art. Wahrscheinlich bildet die Nachkommenschaft der Garnelen den Loewenanteil der Nahrung der carnivoren Schlaefergrundeln.

Bitte lesen Sie auch meinen Reisebericht Australia 2005.
Marco Endruweit, 02.02.2006