Waehrend meiner Australienfangreise im Oktober 2005 konnte ich an unterschiedlichen Brackwasserbiotopen Schlammspringer der Art Periophthalmus argentilineatus beobachten. Schlammspringer sind aeusserst possierliche Tierchen, die durch ihr beizeiten tolpatschiges Kriechen sympathisch wirken. Die paarigen Bauchflossen (Ventralen) sind zu einer Saugscheibe ausgebildet, die es den Tieren ermoeglicht Baeume zu erklimmen. Ich habe Schlammspringer gesehen, die rund 1 m ueber dem Wasserspiegel auf Mangrovenblaettern sassen. Beim Klettern duerften auch die zu Armen umentwickelten Brustflossen (Pectoralen) hilfreich sein. Sie ermoeglichen auch das Kriechen bzw. Robben durch ihren Lebensraum, der aus Sandflaechen mit Mangrovenbestand besteht. Dies sind Brackwasserbiotope, die durch eine fallende und steigende Tide temporaer mit dem Meer verbunden sind. Der Salzgehalt schwankt also beachtlich, was der Aktivitaet der Schlammspringer keinen Abbruch tut. Den ganzen Tag lang wird das Substrat, ein Sandboden feiner Koernung wie er fuer australische Straende typisch ist, nach Nahrung durchkaut (siehe Video). Werden dabei Reviergrenzen von adulten Maennchen ueberschritten, kommt es zu einem kurzen Drohen durch Aufstellen der Dorsale. Reicht das nicht aus, um dem Eindringling Respekt einzufloessen, kommt es zum Direktangriff. Nun sucht der Schwaechere schnell reisaus.



Periophthalmus argentilineatus “E-AU 02/05 Mowbray River”

Periophthalmus argentilineatus “E-AU 02/05 Mowbray River”

Paar von Periophthalmus argentilineatus “E-AU 02/05 Mowbray River” Weibchen links
Bei Schlammspringern sind die Ventralen zu einer Saugscheibe ausgebildet. Hier Periophthalmus argentilineatus “E-AU 02/05 Mowbray River”




Periophthalmus argentilineatus “E-AU 01/05 Oak Beach”. Sehr schoen zu sehen sind die namensgebenden vertikalen Silberstreifen auf den Koerperflanken.
Die von mir gesichteten Schlammspringer der Art Periophthalmus argentilineatus legten eine gewisse Zutraulichkeit an den Tag. Dadurch war die Fluchtdistanz mit weniger als einem Meter recht gering. Wurde die Distanz aber einmal unterschritten, fleuchteten die Periophthalmus mit enormer Geschwindigkeit in Richtung Mangrovendickicht. Im Geflecht zwischen den Luftwurzeln fuehlten sie sich sicher. Trat man noch naeher an sie heran, fluechteten sie entweder tiefer in das Wurzellabyrinth oder die Mangroven bis zu einem Meter hinauf. Die Flucht geht extrem schnell vor sich, so dass ich immer wieder erstaunt war ueber die unerwartetete Behendigkeit der Grundeln.
Periophthalmus argentilineatus “E-AU 01/05 Oak Beach” beim Besteigen einer Mangrove
Periophthalmus argentilineatus “E-AU 01/05 Oak Beach”
Periophthalmus argentilineatus “E-AU 01/05 Oak Beach” im natuerlichen Lebensraum
Bitte lesen Sie meinen Reisebericht Australia 2005
Die von mir im Oktober 2005 in Australien gefangenen Populationen sind:
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Periophthalmus argentilineatus |
E-AU 01/05 Oak Beach |
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Periophthalmus argentilineatus |
E-AU 02/05 Mowbray River |