Sympsonichthys delucai benötigt zum Wohlbefinden Temperaturen zwischen 22°C und 25°C. Männchen treiben nicht so stark wie man das von anderen Sympsonichthys gewohnt ist. Die Art verhält sich eher zurückhaltend ist aus diesem Grund im Artbecken zu pflegen. Sie kann sich nicht gegen andere gleichgroße Arten mit ähnlichem bodenlaichenden Charakter durchsetzen. Eine Vergesellschaftung mit kleinen und harmlosen Garbnelen ist aber möglich. Bei der Pflege in einem größeren Becken können auch friedliche Hechlinge, die die oberen Regionen durchstreifen, dazugesetzt werden.
Symsonichthys delucai ist kein Kostverächter und nimmt jegliches Lebendfutter geeigneter Große an. Bei adulten Tiere bin ich vorsichtig in bezug auf fettreiche Nahrung. Tubifex oder Enchyträen füttere ich nur gelegentlich und dann auch nur in geringer Menge. Frostfutter wird ebenfalls genommen.
Sympsonichthys delucai laicht nach typischer Sympsonichthys-Manier als echter Bodentaucher im Substrat. Man tut gut daran, ihm ein mindestens 5 cm tiefes Ablaichsubstrat anzubieten. Ich bevorzuge gut gewässerten Terrariengrund auf Kokosfaserbasis. Die entscheidenen Vorteile gegenüberTorfmull sind die bessere Übersichtlichkeit bei der Suche nach abgelegten Eier und der geringe Austrag von Huminsäuren, die den pH-Wert des Ansatzwassers senken könnten. dennoch färbt der Terrariengrund das Wasser bräunlich, was unsere Pfleglinge zu schätzen wissen.
Die Werbung des Männchens ist sehr interessant. Es stellt sich im 60°-Winkel zum Substrat und simuliert in Gegenwart der Weibchen den Abtauchvorgang, indem er nur mit der Schnauzenspitze in das Substrat eintaucht. Es quasi nur berührt. Der Fisch wendet dabei aber soviel Energie auf, das der Beobachter meint, er könne nicht in das Substrat abtauchen, weil es zu “hart” wäre. Dem ist natürlich nicht so.
Marco Endruweit, 04.09.2004


Sympsonichthys delucai ist erst im Jahre 2003 durch den brasilianischen Ichthyologen Costa beschrieben worden. Der Artname ist ein Dedikationsname und bezieht sich auf einen der Aufsammler derTypusexemplare. Diese wurden im Jahre 2001 durch De Luca und Padrão in einem Tümpel am Rio Urucuia gefangen. Die Terra typica ist der derzeit einzige bekannte Fundort für Simp. delucai. Der Rio Urucuia ist ein westlicher Zufluss des Rio São Francisco. Das Rio São Francisco - Gewässersystem beherbergt eine hohe Anzahl an Sympsonichthys-Arten und stellt ein echtes Eldorado für den Sympsonichthys-begeisterten Killianer dar. Mit großer Wahrscheinlichkeit existiert hier neben den vielen schon entdeckten Arten auch noch die ein oder andere unentdeckte Sympsonichthys-Art.